Ni Gudix
Ní Gudíx

Ní Gudix - Literaturübersetzerin, Schriftstellerin, Historikerin, Theaterautorin, Illustratorin

 

Geboren 1975 in Oberschwaben, Studium der englischsprachigen und deutschen Literatur in Konstanz und Dublin, M.A. 2002. Wohnhaft in Berlin, zahlreiche Publikationen eigener und übersetzter Texte. Weitere Infos zu Leben und Werk gibt es in der Deutschen Wikipedia: Gudrun Rupp

 

Übersetzte, illustrierte und publizierte 2010 "Tagebuch von nem schlimmen Schlingel: A Bad Boys Diary" von Metta Victor. Ausführliche und fundierte Rezension findet sich hier.

 

Seit Mai 2013 ist Ní Gudix Redakteurin und Verlegerin der Literaturzeitschrift LaborBefund. (Worüber sich der Hrsg. sehr freut!)

Tagebuch von nem schlimmen Schlingel
Tagebuch von nem schlimmen Schlingel

"Tagebuch von nem schlimmen Schlingel: A Bad Boys Diary" von Metta Victor. - Übers. a. d. Amerikanischen und illustriert von Ní Gudíx. - Asperg : Killroy media, 2010. - 208 S.


 

Wer Tom Sawyer liebt, Huckleberry Finn als Idol seiner Jugend sah und James Joyce zu würdigen weiß, setzt sich bei der Lektüre dieses Werkes erstaunt auf den Hintern und kann kaum fassen, was einem da auf jeder Seite des Buches in quietschvergnügten WortKaleidoskopEskapaden geboten wird.

 

George Hackett, unschuldiger Anarcho-Schlingel und Abenteurer, beschreibt in seinem Tagebuch seine Entdeckung der Welt und nimmt den Leser von der ersten Seite an gefangen. Schallendes Gelächter, geistreiches Amusement und vortreffliche Unterhaltung begleitete mich von der ersten bis zur letzten Seite. Zudem hatte ich die Ehre, eine synoptische Übersetzung des ersten Kapitels lesen zu dürfen und kann die Übersetzung von Ní Gudíx ohne Übertreibung nur als kongenial bezeichnen. Besonders positiv: phonetische Schreibweise(n) und Interpunktion wurden adäquat wiedergegeben und nicht durch "Lesbarmachung" in der Übersetzung verstümmelt. Chapeau!

 

LaborBefund: Meine persönliche lit. Entdeckung des Jahres 2013. Ein Buch für jedes Kind in jedem Alter, absolut empfehlens- und lesenswert!

 

Zu bestellen hier bei amazon.de oder direkt beim Verlag. Wer viel Glück hat, ergattert sogar ein von der Übersetzerin signiertes Exemplar.

 

Rezension von Michael Helming aus der Zeitschrift LICHTWOLF, Nr. 35 / Herbst 2011 zum „Tagebuch von nem schlimmen Schlingel (A Bad Boy’s Diary)“ von Metta Victor, übersetzt von Ní Gudíx:


„Die Zündschnur is gelegt, das Streich Holz brennt schon, un' jetz kommts gleich zur Riesen Xplosjon"


Lausbub ist hier ein Euphemismus. Wo dem achtjährigen Georgie "Mist Geschicke" passieren, da brennen Rathäuser nieder, detonieren Kamine und Eisenbahnbrücken, Leute werden an- und Babys beinahe aus der Kanone geschossen. Ein Stück US-Literatur kommt zu deutschen Ehren, denn statt im Bemühen um "Originalslang" zu scheitern, gelingt der Übersetzerin ein cleveres Meisterstück: Der Bub führt sein Tagebuch in einem Tonfall, mal an Berliner Schnauze (jehste hoch), dann an einen plattdeutsch-französischen Mix nach Fritz-Reuter-Art (Mallör) mit aktuellem Vokabular (kein schwanz zuhaus) erinnernd. Auch Südliches (Pfaffenhäs) entdecke ich... Einzigartig genial! Schon orthographisch ein Feuerwerk, klären unterhaltsame Fußnoten an den Grenzen möglicher Übertragung Witz und Sinn. Übersetzung des Jahres!